GfP - Treffen in der Klein Berkeler Warte

Die Gesellschaft für freie Publizistik (GfP), die laut Verfassungsschutz-bericht eine der größten neofaschistischen Kulturvereinigung ist, hatte für den 24. April 1993 eine Informationsveranstaltung in der Klein Berkeler "Warte" geplant.

Was verbirgt sich hinter dem harmlos klingenden Namen GfP?

Die GfP wurde am 25.09.60 von ehemaligen SS-Offizieren und hohen NSDAP-Funktionären gegründet. Ihre Aufgabe sieht die GfP darin, hauptsächlich ideologisch-propagandistisch tätig zu sein. Zitat:"Seit 1960 gilt unser geistiger Kampf den Einstellungen in der deutschen Geschichtsbetrachtung, den unwahren Darstellungen der Ursachen und Hintergründe beider Weltkriege". Damit ist die Zielsetzung, die Leugnung der deutschen Kriegsschuld und des Völkermordes in breitere Bevölkerungsschichten zu transportieren. Als Bündnisorganisation bietet die GfP vor allem Publizisten und Verlegern aus dem gesamten neofaschistischen Spektrum und dem Grauzonenbereich, von Vertriebenenverbänden bis zu Mitgliedern der faschistischen "Nationalistischen Front", die Möglichkeit ein gemeinsames Forum zu bilden. Zu den "namhaften Persönlichkeiten" der GfP gehörten in den letzten Jahren neben dem britischen Geschichtsfälscher David Irving unter anderem auch Harald Neubauer (MdEP, ex-REP und Vorstandsmitglied der "Deutschen Liga für Volk und Heimat"), Dr. Rolf Kosiek (GfP-Vorsitzender,ex-Chefideologe der NPD), Adolf von Thadden (ex-NPD-Vorsitzender und personifizierte Kontinuität des bundesdeutschen Neofaschismus) und der Rechtsanwalt Jürgen Rieger (NF-Mitglied und neofaschistischer Multifunktionär).

Weitere Aktivisten der GfP sind:

Waldemar Schütz, (2. stellvertretender Vorsitzender der GfP, Inhaber des neofaschistischen Schütz Verlages in Preußisch-Oldendorf, ex-Hauptsturmführer der SS, in den 50er Jahren Landtagsabgeordneter der "Deutschen Reichspartei", in den 60er Jahren Abgeordneter der NPD);

Sigrid Schenk (Leiterin des GfP Arbeitskreises Ostwestfalen-Minden und bekannt durch rassistische Aktivitäten zusammen mit NF-Funktionären in Minden); Udo Walendy (international agierender Holocaust-Leugner mit eigenem Verlag in Vlotho)

Die Veranstaltung in Hameln

Der Betreiber der Klein Berkeler "Warte", stellte der GfP nicht nur an diesem Tag seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Entweder kann die GfP in der Klein Berkeler "Warte" tagen oder der Betreiber mietet in seinem Namen Räumlichkeiten an. Zum Vortrag von Dr. Reinhard Hoffmann über die Lage der Deutschen in der CSFR wurden ca. 30 Gäste geladen. Doch diesmal sollte daraus nichts werden. AntifaschistInnen verhinderten die Veranstaltung. Die Polizei drohte den Antifas mit brachialer Gewalt. Doch es blieb bei der Drohung. Diesmal mußten sie einsehen, daß sie keine Chance hatten, den Neonazis den Weg freizuprügeln.