Vorbestrafter Nazi-Anwalt kauft das Grundstück mit dem „alten“ Kino in der Hamelner Deisterstraße 20

 


                                         

Der Kauf des Grundstücks „Deisterstr.20“

Jürgen Rieger, vorbestrafter Nazi-Jurist, hat nach Angaben aus der antifaschistischen Zeitschrift der „Rechten Rand“ Nummer 61 vom Nov./Dez. 1999 sowie des „Hamelner Marktes“ vom 21.10.1999, das Gelände des Kinos in der Deisterstraße 20 in Hameln erworben.

In der Immobilie befinden sich derzeit neben Privatwohnungen auch die Fleischerei, der Backshop, das Restehaus und die Gaststätte „Atlantis“ und eben das City Kino-Center. Die „Stadt Hameln“ konnte den Verkauf der Voreigentümer Hans und Sabine Brockstedt an den Neonazi leider nicht verhindern. Wie Rieger an die Millionen kam ist noch unbekannt.

Fakt ist eins, Rieger möchte aus dem Objekt seinen Gewinn ziehen. Die Union - Kino-Betriebsgesellschaft möchte den Mietvertrag, der bis zum Jahr 2005 geht, verlängern. Das Geld kann also weiterhin in die Kassen der Neonazis fließen. Damit kann er weiterhin mit den Einnahmen den Nazi Terror in der Bundesrepublik unterstützen. Die andere Alternative ist, dass Rieger eine Seniorenpension für deutsche Kriegsverbrecher auf dem Gelände einrichtet oder ein Schulungszentrum für die Nazi-Terroristen. Die Alternative, die wohl die beste für alle sein dürfte, ist der Verkauf des Grundstücks. Wie sich die Lage entwickeln wird, hängt nicht zuletzt von den Hamelner Bürgerinnen und Bürgern ab.

 

Gehen die Einnahmen von Neonazi Rieger in den Keller, wird er schon von alleine das Grundstück verkaufen müssen.

 

Die Schlüsselfigur der rechten Szene

Der 53jährige Hamburger Rechtsanwalt Jürgen Rieger gilt als eine der Schlüsselfiguren in der rechtsextremistischen Szene. Er vertritt fast ausschließlich Neonazis und andere Rechtsextremisten.

1989 wird er Vorsitzender der Artgemeinschaft und Schriftleiter der „Nordischen Zeitung“. Seit Mitte 1996 ist Rieger Vorsitzender des Vereins "Heide-Heim", der Eigentümer des Hetendorfer Tagungszentrums ist. Daneben ist er auch im Vorstand der "Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung e.V." (GfbAEV), die zu den Trägervereinigungen des "Heide-Heim e.V." zählt.

 

Der vorbestrafte Rechtsanwalt

Durch seine rechtsextremistischen Umtriebe ist der Jurist selbst mehrfach in Konflikt mit dem Gesetz geraten. Seine Schrift „Rasse . Ein Problem auch für uns“ wurde bereits 1972 verboten. 1974 wird Rieger wegen Körperverletzung verurteilt. Seit 1975 betreibt Rieger in Hamburg sein Anwaltsbüro. Der Anwalt ist selbst bereits mehrfach von Hamburger Gerichten verurteilt worden: u.a. wegen Beleidigung von Nazi-Opfern (Rieger hält die Errichtung des Warschauer Ghettos für eine Hygiene-Maßnahme), Verwendung von NS-Symbolen etc. Zuletzt bekleidete er Vorstandsfunktionen im Heide-Heim e.V., Träger des Schulungszentrums Hetendorf 13, wo Wehrsportlager und Treffen neofaschistischer Gruppen stattfanden. Die Vereine wurden verboten, das Tagungszentrum Hetendorf wurde dicht gemacht. 1995 erwarb Rieger ein 650 ha großes Gut in Schweden, wo er mit jungen deutschen Familien die „arische Rasse“ erhalten möchte.

Rieger´s Drohungen bald in Hameln?

 

 

 

 Der Freundeskreis Filmkunst

Rieger zeigte bisher Nazifilme im Hamburger City-Kino: Seit langer Zeit macht der 1962 gegründete ,Freundeskreis Filmkunst e.V.(FFK)" geschlossene Veranstaltungen in angemieteten Kinoräumen, um alte Nazifilme, die teilweise auf dem Index stehen, vorzuführen.

 

Ein Gericht stellte 1980 fest, dass die, Filmvorführungen fast ausnahmslos mit Filmen, die während der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedreht worden sind", bestritten wurden.  Daran hat sich bis heute nichts geändert. Zwar ist es nicht mehr ,U-Boote westwärts", wegen dem staatliche Organe 1979 gegen den FFK ermittelten, doch auch Filmtitel wie ,Das deutsche Danzig", ,Waffen für 16.000 Mann", „Patrioten - Erlebnisse eines deutschen Fliegers im 1. Weltkrieg" oder ,Alltag auf einem germanischen Gehöft" sprechen für sich. Die gezeigten Filme verherrlichen den NS-Staat und das Führerprinzip, propagieren die ,rassenreine" Volksgemeinschaft und glorifizieren Militarismus und Krieg.

 

Das ehemalige „Monopol“

Das City-Kino Center dürfte älteren Hamelner MitbürgerInnen noch als „Hotel Monopol“ bekannt sein. In der Weimarer Republik fanden dort die Veranstaltungen der damaligen Parteien statt. Unter anderem tagte dort bereits die NSDAP. Die Nazi-Partei trat bereits dort durch Schlägereien und andere Straftaten in das Licht der Hamelner Öffentlichkeit. Der Nazi-Terror hat eben Tradition.

Die Schließung von Hetendorf 13

Die Schließung von Hetendorf 13 und das Verbot von Rieger´s Vereinen ist inzwischen rechtskräftig.

In der 22seitigen Verfügung des niedersächsischen Innenministeriums heißt es, die Vereine verfolgten das Ziel, "die verfassungsmäßige Ordnung fortlaufend zu untergraben und letztlich zu beseitigen". Sie hätten eine "rassenideologische Wesensverwandtschaft zum Nationalsozialismus". In Hetendorf werde der Holocaust geleugnet, Redner würden die Nürnberger Rassengesetze als noch gültig bezeichnen. Fazit: "Die verfassungsfeindliche Betätigung kann nur im Wege des Verbots unterbunden werden."

 

Die Finanzquellen des Jürgen Rieger

Wieder hat Rieger mehrere Millionen für ein Grundstück ausgegeben. Es dürfte bezweifelt werden können, dass er dieses Geld aus seiner Kanzleitätigkeit dafür ausreicht.

Woher er das Geld bekommen hat, ist derzeit noch unbekannt. Ob Rieger das Geld aus dem 3. Reich, also von Millionen von Opfern oder aus Erbschaften verschiedener Nazi-Kriegsverbrecher (also wieder das Geld der Nazi-Opfer) hier zu legalisieren versucht, entzieht sich derzeit unserer Kenntnis.

Was Rieger mit seinen Einnahmen macht ist bekannt: er unterstützt Nazi-Organisationen und deren Terror-Anschläge.

 

Kein Geld für Nazi-Rieger!!

Stoppt den Nazi-Terror!!

Enteignet Rieger!!