Cafes
2001

Antifa-Cafes 2001


18.01.2001 Che Guevara - Meine Träume kennen keine Grenzen

15.02.2001
Israel und Palästina - Krieg ohne Ende?

15.03.2001
Matriachat und Patriachat   Zum Internationalen Frauentag am 08. März

19.04.2001 Skinheads = Neonazis? 

17.05.2001 
08. Mai - Tag der Befreiung: "Stiften gehen" - Die Entschädigung der ZwangsarbeiterInnen  

21.06.2001
Darkwave - Neonazis im Dunkeln? 


16.08.2001
Hellas unterm Hakenkreuz 1941-1944

20.09.2001 Zum Antikriegstag
Der 1. Weltkrieg - Die Besonderheiten des deutschen Militarismus 

18.10.2001 Antifaschismus in der DDR - staatlich verordnet?   

15.11.2001 
Börse und Aktien - Ökonomische Hintergründe


20.12.2001
Weihnachtscafe - Was tun gegen Neofaschismus und Rassismus in Hameln-Pyrmont?

** Zu unserem Referenten Genossen Emil Carlebach .

Die Vorträge beginnen jeweils um 19.00 Uhr in der "Sumpfblume" in Hameln (in der Regel: jeden dritten Dienstag im Monat)


Che Guevara -Meine Träume kennen keine Grenzen 

 ReferentIn: Antifaschistische Aktion Hameln - Pyrmont

 

 Donnerstag, 18. Januar 2001, 19.00 Uhr

  


"Israel und Palästina - Krieg ohne Ende?

Referentin: N.N.

Donnerstag, 15. Februar 2001, 19.00 Uhr


Patriachat und Matriachat

Referentin: N.N.

 Donnerstag, 15.März 2001, 19.00 Uhr


"
Skinheads=Neonazis?"

Referent: N.N.

Dienstag, 19. April 2001, 19.00 Uhr


8. Mai - der Tag der Befreiung

Stiften gehen – die Entschädigung der ZwangsarbeiterInnen

Referent: Prof. Dr. Gerd Fischer, CDU

 

Das schlimmste Verbrechen der Menschheit der deutsche Faschismus hat nicht nur Millionen Menschen in KZ´s umgebracht. Auch durch Zwangsarbeit wurden 100.000de Menschen vernichtet. Zwangsarbeiterlager gab es in jeder Stadt, in fast jedem Dorf. Die Zwangsarbeiter wurden vom Bahnhof in die Zwangsarbeiterlager getrieben, von dort aus in die Betriebe. Die Zwangsarbeit war allgegenwärtig.

Nur die deutsche Bevölkerung will davon wieder einmal nichts gewusst haben. Insbesondere die deutschen Betriebe, die die Zwangsarbeiter angefordert und ausgebeutet hatten, versuchen sich bis heute aus ihrer Verantwortung zu stehlen. Zehn Millionen Menschen, die zwischen 1939 und 1945 als ZwangsarbeiterInnen oder KZ-Häftlinge arbeiten mussten, sind bisher nicht entschädigt worden. Nicht aus später Einsicht, sondern weil es gut für´s Geschäft ist, wollen Wirtschaft und Regierung nachdem sie jahrelang gefeilscht haben, Stiften gehen. Mit ganzen 5.000 Mark pro Kopf soll die Schuld ein- für allemal beglichen sein, Ablaß für die historische Verantwortung inbegriffen.

 

Donnerstag, 17. Mai 2001, 19.00 Uhr


Darkwave - Neonazis im Dunkeln?

ReferentIn: N.N.

Seit einigen Jahren betreibt die "Neue Rechte" die Infiltration der Darkwave- und Gothic-Szene. Mittlerweile sind auch Teile der militanten Rechten auf den Zug aufgesprungen - zu verlockend ist das vielfältige Szenepotential aus Bands, Labels und Fanzines.

Neo-Folk ist eine modernisierte Neuauflage von Folklore-Musik, die teils mit naturreligiösen oder romantischen, teils kämpferischen, opferbereiten Texten untermalt wird. Eindeutige rechtsextreme Statements sind selten, viel eher lebt die Musik von ihren Andeutungen und ihrem Bezugsrahmen. Den bildet in der deutschen Neo-Folk Szene das Dresdener Darkwave-Magazin „Sigill“ bzw. jetzt „Zinnober“ von Stephan Pockrandt.

In der Zeitschrfit werden Autoren und Denker der „Konservativen Revolution“ und des italienischen Faschismus sowie NS-Künstler wie Riefenstahl, Breker oder Thorak präsentiert.

Ebenso orientiert sind die Label „Eis und Licht“, „Stateart“, „Nocturne“ etc. .

Im Mittelpunkt der Betrachten stehen die rechtsextremen Akteure sowie die Bands „Death in June“, „Dies Natalis“, „Kapo!“, „Lws Joyeaux de la Princesse“, „Kirlian Camera“, „ostara“, „Aurum Nostrum“, „Tyr-Mannen“ und „Hekate“

Was eigentlich „Darkwave“ ist und wie stark der Einfluss der Neofaschisten ist oder ob Darkwave neofaschistisch ist, wollen wir mit dieser Veranstaltung klären.

 

Donnerstag, 21. Juni 2001, 19.00 Uhr


Hellas unterm Hakenkreuz 1941 bis 1944

Das Verbrechen der deutschen Besatzer in Griechenland und die Frage der Entschädigung der Opfer – zwei düstere Kapitel in den deutsch-griechischen Beziehungen

 Referent: Dr.phil. Martin Seckendorf, Historiker

Der Historiker Dr. phil. Martin Seckendorf, geb. 1938, beschäftigt sich als Historiker in Berlin seit über 20 Jahren mit der deutschen Besatzungspolitik in Griechenland. Er ist Mitherausgeber der achtbändigen Dokumentenedition Europa unterm Hakenkreuz und Autor des Bandes 6 in dieser Reihe. Der Band 6 behandelt die deutsche Besatzungspolitik in Jugoslawien, Griechenland, Albanien, Italien und Ungarn. Unter dem Titel „Hellas unterm Hakenkreuz“ ist 1991 ein Dokumentenband in griechischer Sprache in Athen veröffentlicht worden.

Hinzu kommen zahlreiche Aufsätze in Zeitschriften und Sammelbänden, darunter der Beitrag mit dem Titel „Ein einmaliger Raubzug. Die Wehrmacht in Griechenland 1941 bis 1944“ in dem von J. Klotz hrsg. Band „Vorbild Wehrmacht? Wehrmachtsverbrechen, Rechtsextremismus und Bundeswehr“, Köln 1998.

Die griechische Provinzregierung von Böotien hatte den Referent als Sachverständigen zu einer Konferenz über Entschädigungsfragen, die in Delphi stattfand, geladen. In Begleitprogrammen zur „Wehrmachtsausstellung“ hat der Referent in Dortmund und Kiel über die deutsche Okkupationspolitik in Griechenland Vorträge gehalten. Weiter ist der Referent Vorstandsmitglied der Berliner Gesellschaft für Faschismus- und Weltkriegsforschung e.V..

Griechenland wurde am 06. April 1941 ohne Kriegserklärung von Deutschland heimtückisch überfallen. Diese unprovozierte Aggression war das erste Verbrechen der Deutschen gegen Griechenland sowie die Voraussetzung und vielfach Ursache für alle weiteren, dem griechischen Volk zugefügten Leiden und aufgebürdeten Lasten. Im Verlauf der Aggression und der Besetzung wurden von den deutschen Okkupationsorganen, meist unter dem Deckmantel der Bekämpfung des Widerstandes, massenhaft und fortgesetzt schwere Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung begangen. Verantwortlich waren dafür in erster Linie Einheiten und Dienststellen der Wehrmacht als Inhaber der vollziehenden Gewalt im okkupierten Griechenland. Die Menschenverluste Griechenlands aufgrund der deutschen Aggression und Okkupation betrugen 7,2 % der Vorkriegsbevölkerung. Damit steht das Land weltweit an 4. Stelle in der traurigen Statistik über die Menschenverluste im 2. Weltkrieg. Hinzu kommen gewaltige Zerstörungen und ungeheure wirtschaftliche Schäden durch einen in der Kriegsgeschichte bis dahin  einmaligen Raubzug der deutschen Besatzer.

Die Bundesregierung weigert sich bis heute, die Opfer und deren Hinterbliebene zu entschädigen.

Gefördert wird diese Haltung dadurch, dass in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung die Tragödie des griechischen Volkes während der deutschen Besetzung fast unbekannt, die deutsche Herrschaft in Griechenland 1941-1945 im Geschichtsbild der Deutschen noch immer weitgehend ein „weisser Fleck“ ist.

 

Donnerstag, 16. August 2001, 19.00 Uhr


Der 1. Weltkrieg - Besonderheit des deutschen Militarismus

 

Referent: N.N.

Militaristisch-Nationalistische „Denkmäler“ stehen im Westen Deutschlands in fast jedem Dorf. Gedacht werden soll damit aber nicht etwa der Opfern dieser Kriege, sondern der deutschen Helden, die angeblich „ihr Leben für das Vaterland geopfert“ hätten. 

In Hameln finden wir derartige „Denkmäler“ in Schulen (z.B. im Schiller-Gymnasium), auf Friedhöfen, auf speziell dafür eingerichteten Plätzen, in Kirchen etc. In der Hamelner Münster Kirche befindet sich u.a. eine Tafel für die gefallenen deutschen Hamelner Soldaten des 1. Weltkrieges, geziert mit den Emblemen des deutschen Militarismus, dem „Eisernen Kreuz“.

Die deutschen Soldaten mordeten ohne Erbarmen, bestialisch mit Giftgas, mit Kugeln, Geschossen, Granaten, Bomben, mit Feuerwerfern, mit ihrem Bajonett, mit ihrem Messer, sie morden, vergewaltigen, verstümmeln, entführen, brandschatzen, vernichteten alles, was ihnen vor die Flinte kam: Soldaten, Männer, Frauen und Kinder.

Mit absoluter Kriegsbegeisterung fuhren die meisten jungen Soldaten zu Kriegsbeginn an die Front. Parolen wie „Jeder Stoß ein Franzos!“ oder jeder „Jeder Schuss ein Russ!“ fanden sich aber nicht nur in den Köpfen der Soldaten, auch in der „Heimat“ waren die Kriegsgegner in der Minderheit. Wie konnte dieser einzigartig aggressive Militarismus in die Köpfe der Deutschen kommen und zur Mehrheitsmeinung der Deutschen werden?

Donnerstag, 20. September 2001, 19.00 Uhr


Antifaschismus in der DDR - Staatsdoktrin?

ReferentIn: Antifa Quedlinburg

Die „Unterdrückung“ in der DDR gegenüber ihren BürgerInnen ging soweit, dass jeder Mensch offiziell antifaschistisch orientiert sein musste, um „etwas“ in diesem Staat werden zu können. Keine Chance hatte mensch beruflich oder kulturell, wenn er oder sie sich rassistisch gab oder offen äußerte. Sobald also jemand seine eigene in die rechte Richtung gehende Meinung zum Besten gab, musste diese Person mit für sich negativ auswirkenden Konsequenzen rechnen.

Was für ein Staat ist das, der Antifaschismus, ausgehend von der Erfahrung mit dem „Nationalsozialismus“ als Staatsdoktrin erhebt und dies seinen Bürgerinnen und Bürgern von den Kinderschuhen an beibringt und welcher keinen rassistischen Gedanken auch nur zulässt?

Wenn also ein Staat seinen Bürgerinnen und Bürgern nicht die Freiheit lässt, zu  entscheiden, ob sie sich gegen den Faschismus positionieren, sondern sie quasi zwingt AntifaschistIn zu sein, kann mensch nicht auch die Verantwortung bei diesem Staat sehen, dass es heute so viele Menschen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR gibt, die den demokratischen Gedanken nicht zugänglich sind und sich gegen den Faschismus entschieden haben? Immerhin waren diese jungen Menschen, die heute etwa um die 20 sind, ja auch circa vier Jahre dem sozialistischen Schulsystem ausgesetzt. Ist es da nicht verständlich, dass diese unsere Demokratie- und Toleranzvorstellung nicht teilen?!?

Und woran liegt es, dass auch in den Neuen Ländern der Nazi-Terror überhand nehmen konnte?

Donnerstag, 18. Oktober 2001, 19.00 Uhr


Börse und Aktien - Einfluss auf die Wirtschaft oder nur ein Spiel?

ReferentIn: Naturfreundejugend Göttingen

Immer wieder gern präsentiert werden Aktienspiele in den Schulen. Mit Begeisterung spielt SchülerIn AktionärIn. Zumindest auf dem Papier, kann wer geschickt Aktien kauft und verkauft, reich werden. Der gesellschaftliche Reichtum wird danach über Aktien erwirtschaftet.

Mit unser Veranstaltung wollen wir über die ökonomischen Hintergründe von Börse und Aktien informieren. Dabei wird natürlich auch die Frage geklärt, wer in diesem Wirtschaftssystem den gesellschaftlichen Reichtum schafft und wer ihn bekommt.

Ist die Börse nur eine Form des kapitalistischen Handels, auf dem Verkäufer, Käufer und Vermittler spekulative Geschäfte über bestimmte Waren, Wertpapiere, Devisen, Frachten, Versicherungen etc. abschließen?

Löst das Fallen der Aktienkurse Wirtschaftskrisen aus oder bestimmen die Wirtschaftskrisen den Kurs der Aktien? Wer ist Eigentümer der Aktien und hat der „Kleinaktionär“ überhaupt Einfluss?

Lars Martin wir diese und andere Fragen beantworten.

 

Donnerstag, 15. November 2001, 19.00 Uhr


Neofaschismus und Rassismus in Hameln-Pyrmont- Was können wir tun?

ReferentIn: Antifaschistische Aktion Hameln-Pyrmont

Donnerstag, 20. Dezember 2001

| Aktuelles | Antifaschistische Aktion Hameln-Pyrmont | Cafes 2001 | WES 2001 | Nazi-Szene in Hameln-Pyrmont | Deister- und Weserzeitung | Aktionen und Demos | Antifaschistischer Stadtrundgang | Arbeitskreis Asyl - Antirassismus | Links

Antifaschistische Aktion Hameln-Pyrmont
webmaster@antifa-hm-py.de
Datum der letzten Änderung: 09.11.1999